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Gedanken zur Stärke 2

Beim Wort „Stärke“ geht es mir nicht um den Aspekt „Kraft“. Sondern, um die innere Stärke, das Gefestigt sein oder standhalten, vielleicht sogar aushalten, können.

Diese Begriffe können wir - gerade bei den heutigen Anforderungen der Pandemiezeit – gut üben.

Es geht aber auch um das Standhalten beim Argumentieren, beim Begründen der eigenen Meinung entweder bei Sachfragen oder bei Ansichten, eben meiner eigenen Sichtweise auf die Dinge. Dies fällt leichter, wenn das Gegenüber annähernd gleicher Meinung ist. Was aber, wenn die Sichtweise konträr ausfällt? Wie schwierig wird das dann?

In der Freimaurerei - und natürlich auch sonst - gibt es dafür zwei interessante Ansätze:

Der erste heißt „Toleranz“, der zweite heißt, die Sichtweise ist einfach „anders“.

In beiden Fällen nehme ich Abstand von der Aussage der Anderen. Ich bin nicht mehr emotional beteiligt.

Tolerant sein bedeutet nicht, dass ich diese andere Sichtweise annehme oder gar verinnerliche, sondern schlicht, dass ich sie „stehen lasse“ als Sichtweise einer anderen Person. Ich toleriere sie, indem ich mir das anhöre und vielleicht überlege, was könnte für mich interessantes dabei sein.

Die Aussage: die Sichtweise ist „anders“ geht in die gleiche Richtung. Sie bedeutet, dass ich den Menschen wertschätze mit seiner eigenen Meinung und die Sichtweise/Antwort eben auch einfach „stehen lasse“, ohne sie weiter zu diskutieren.

Beide Vorgehen bedeuten, die eigene, innere Stärke zu zeigen.


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